Nur ein paar Wochen nach dem klaren 4:0-Niederlage im Vereinspokal stand erneut das Duell in der Liga gegen den Oberligaabsteiger und einer der Meisterfavoriten aus Freiburg an. Bei über 33 Grad (im Schatten!) war es natürlich keine leichte Aufgabe für die beiden Mannschaften, denn auf dem Platz dürften die Temperaturen noch deutlich höher gelegen haben. Trotz der äußeren Umstände sahen die Zuschauer eine temporeiche und letztlich sehr unterhaltsame Begegnung, in der der Gastgeber den Elztälern in allen Bereichen überlegen war.

Bereits nach 2 Minuten klingelte es erstmals im Tor der Gäste. Nach einem Eckball von Vedat Erdogan netzte Robin Risch in seinem ersten Punktspiel in dieser Saison zur Führung ein. Auch nach dem frühen 1:0 setzte der FFC weiter nach und nach mustergültigem Doppelpass mit Marco Senftleber schloss Alexander Martinelli mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zum 2:0 ab (11.). „Die waren einfach viel präsenter auf dem Platz und waren motivierter“, meinte anschließend FCW-Trainer Benjamin Pfahler. Tatsächlich schienen die heftigen Temperaturen die Rotjacken zu beflügeln. Nach 20 Minuten gab es die nächste dicke Gelegenheit der Heimelf, als Fabian Sutter im Strafraum abzog, doch in Rückenlage das Spielgerät über das Tor hämmerte. Nach knapp einer halben Stunde hatte Waldkirch dann Glück, als nach Flanke von Marco Senftleber Kapitän Fabian Sutter mit einem satten Schuss nur den Innenpfosten des Gästetores traf. Nach Vorarbeit des unglaublich lauffreudigen Konrad Faber zimmerte Marco Senftleber die Kugel humorlos zum 3:0 für die Freiburger ein (38.). Fünf Minuten vor der Pause stand dann Gästekeeper Lukas Lindl im Mittelpunkt, als er einen platzierten Schuss von Alexander Martinelli per Glanzparade aus dem Winkel fischte. Die nächsten guten Gelegenheiten hatten dann Ibrahim Bayram, der in der 43. Minute knapp vorbeizog und anschließend Marco Senftleber, der das Spielgerät an die Latte zimmerte (45.). Mit dem 0:3 waren die Gäste mehr als gut bedient, denn der FFC war klar Chef im Ring gegen eine überforderte Gästeelf aus dem Elztal. Das Kräfteverhältnis sollte sich auch im zweiten Durchgang nicht wesentlich ändern. Es waren noch keine fünf Minuten nach dem Wechsel gespielt, als Alexander Martinelli mit einem Traumtor in den Winkel auf 4:0 erhöhen konnte. Das erste Lebenszeichen der Gäste gab es dann nach knapp 55 Minuten, als Benedikt Dufner zum 1:5 verkürzen konnte. Fünf Minuten danach kam es zum dritten Aluminiumtreffer der Gastgeber, als Karl-Luis Dees das Spielgerät an die Latte setzte. Kurz darauf konnte Waldkirchs Torhüter Lindl einen Freistoß von Fabian Sutter mit einer erneuten Glanzparade gerade noch zur Ecke abwehren. Nach Zuspiel von Karl-Luis Dees erhöhte Alexander Martinelli auf 5:1 (64.). Mit einem verdeckten Flachschuss ins kurze Eck verkürzte Dominik Sandor auf 2:5. Die Waldkircher Freude währte nur kurz, denn fast im Gegenzug erhöhte der FFC durch Ibrahim Bayram nach Zuspiel von Giuliano Reinhardt auf 6:2. Benjamin Züfle bot sich die nächste Gelegenheit, als er mit einem Schuss aus der Drehung am erneut stark reagierenden Gästekeeper Lindl scheiterte (72.). Nach Flanke von Konrad Faber traf Karl-Luis Dees zum 7:2 (77.). In der 82. Minute durfte sich dann mal FFC-Keeper Tim Kodric auszeichnen, als er gegen den durchgebrochenen Kristian Disch mit einem tollen Reflex klären konnte. Den Schlusspunkt setzte Konrad Faber, der mit feiner Einzelleistung seine starke Leistung mit einem Treffer krönen konnte. Am Ende stand ein selbst in der Höhe verdienter Erfolg des FFC, der in dieser Form noch so manchen Gegner das Fürchten lehren wird.

FFC-Trainer Ralf Eckert:
„Wir haben über 90 Minuten phasenweise ganz gut gespielt und viele Torchancen rausgespielt. Wir waren handlungsschneller als der Gegner. Man sollte Punkte und Tore nicht überbewerten. Die Mannschaft hat sich den Sieg erarbeitet.“

FCW-Trainer Benjamin Pfahler:
„Es war ein hochverdienter Sieg. Wir waren in allen Bereichen von vorne bis hinten unterlegen. Ich hatte das Gefühl, dass der FFC die Hitze besser angenommen hat.“

FFC: Kodric, Sutter, Risch, A